Nicht nur, dass es kein bürgerliches Lager, in dem Sinne, mehr gibt, nein, die FDP.Die Liberalen selber verlieren an Glaubwürdigkeit. Uns ist bewusst, dass es für eine Mittepartei, welche eine breite Streuung des politischen Gedankengutes hat, schwierig ist, eine geeignete Linie zu finden.

Nach den letzten Abstimmungen ist wieder einmal klar geworden, man vertraut der FDP und ihren liberalen Gedanken nicht mehr. Die Frage ist nun, wie kann sie sich aus dieser misslichen Lage befreien? Eines ist für mich klar, der Gedankenwechsel im Bezug auf die Weissgeldstrategie sowie des Bankgeheimnisses und die Art, wie dieser „Change“ kommuniziert wurde, kann vielleicht die Gegner überzeugen, reisst die Freisinnigen intern aber auseinander. Es ist für mich unverständlich, wie man Monate lang gegen etwas sein kann und dann, nur um das Image bei den Konkurrenten aufzubessern, sich für so eine extreme Kehrtwende entscheiden kann. Zudem hat die Linie bei der Weissgeldstrategie nichts mehr mit liberaler Gedankenführung zu tun. Leute wie der Nationalrat Philipp Müller oder der Unternehmer Otto Ineichen, welche sicherlich ur-freisinnig sind, spalten die Partei und gehören für mich nicht mehr zum Freisinn.

Das ein Fulvio Pelli sich hier reinreden lässt, ist doch sehr erstaunlich. Fragt sich auch, ist er für die Partei noch länger als Parteichef tragbar. Was der Partei fehlt, sind junge motivierte Köpfe, die mit frechen Ideen bestechen können. Doch die FDP.Die Liberalen lassen nicht zu, dass Junge sich an ihrer alt eingesessenen Politik beteiligen. Ich, als Nachwuchs des Freisinns muss dies leider allzu oft erleben, dass man bei diesen, entschuldigen Sie meine Formulierung, grauhaarigen alten Säcken, nur belächelt wird!

Mir ist klar, gegen die eigenen Reihen zu schiessen, gerade bei der FDP, ist der falsche Weg. Aber nur so können sich die Jungen eine Stimme verschaffen, eigentlich Schade. Die ehemaligen Freisinnigen verlieren nicht nur das Gesicht bei der Konkurrenz, den Wählern, sondern auch in den eigenen Reihen…